Das perfekte Sofakissen mit Möbelstoffen nähen

28.11.2015 12:58

Das perfekte Sofakissen mit Möbelstoffen nähen

Sofakissen sind etwas wundervolles. Sie können als Dekoration verwendet werden, oder bieten für kuschelige Stunden die ideale Ergänzung. Wer Sofakissen selber nähen möchte, legt garantiert viel Wert auf die Optik. Hier kann jeder frei entscheiden und seiner Fantasie und Kreativität freien Laufe lassen. Das Tolle daran ist, dass selbst Anfänger herrliche Sofakissen entstehen lassen können. Die Kissen kommen dabei sehr abwechslungsreich und dekorativ daher. Zum Beispiel gibt es Flicken-Bezüge, Kissen mit Knöpfen als Dekoelement, Borten, oder Bommel an den Ecken. Ganz gleich, was gewünscht ist, mit ein paar Tricks und Kniffen, kann jeder seine neuen Dekokissen aus Möbelstoffen selber fertigen.

Was wird für die Herstellung von Sofakissen benötigt?

Ob eckig, quadratisch, rund oder in Herzform, die Sofakissen von heute sind modern, klassisch und gleichzeitig kreativ. Als erstes sollte sich für die gewünschte Form entschieden werden. Danach müssen die Maße genommen werden. Für die Füllung gibt es zwei Möglichkeiten, da diese eine große Rolle spielen wird, und auch Auswirkungen auf die Größe des Kissens haben kann, wird dieser Punkt weit oben angeführt:

- Füllung per Füllwatte: Hier bleibt die Größe des Kissens sehr individuell. Die Füllung der Dekokissen für das Sofa per Füllwatte kann für jede Kissenform angewendet werden und empfiehlt sich vor allem für besonders kleine, runde oder ausgefallenere Formen.

- Füllung per fertigem Kissen: Dies ist dann sehr praktisch, wenn das Kissen einen Bezug erhalten soll, der regelmäßig in Verwendung ist und hin und wieder gewaschen werden darf. Die Füllkissen gibt es in verschiedenen Größen und Ausführungen sowie in diversen Füllstärken.


Weiterhin werden für das Anfertigen eines Kissens oder Kissenbezuges natürlich Stoffe benötigt. Hierfür eignen sich hervorragend Möbelstoffe, Polsterstoffe und Dekostoffe. Diese sind im festem Material gehalten und äußerst strapazierfähig, sodass sie für die tägliche Anwendung perfekt eingesetzt werden können. Welche Stoffe gewählt werden, bleibt dem persönlichen Geschmack vorbehalten. Sehr elegant wirken verschieden große Kissen in unterschiedlichen Designs. Dies lockert den Raum auf und sorgt für gemütliches Ambiente. Wer es gerne verspielter mag oder dem Kissen einen luxuriösen Touch verleihen möchte, sollte Details einarbeiten.
Hier können Bommel, Borten oder auch Knöpfe sowie Zierbänder sehr schön wirken. Hier gilt jedoch: Weniger ist mehr und auf die geschmackvolle Kombination kommt es an. Dabei sollten die gewünschten Extras auch farblich auf die Stofffarbe und das Stoffdesign angepasst werden. So wirkt es harmonisch und stilvoll.

Fachbegriffe für Nähanleitungen

Im Internet gibt es zahlreiche kostenlose Nähanleitungen für Kissen. Das Inlay zum Beispiel beschreibt das Füllmaterial. Wer sich unsicher ist, was welcher Begriff bedeutet, findet im Web schnelle Hilfe. Kederrand oder Borte sind schlussendlich Bezeichnungen für die Variante, wie das Kissen später an den Rändern aussehen soll. Zickzackstich oder absäumen sind Begriffe aus dem Nähen. Hier wird eine bestimmte Stichvariante beim Nähen mit der Maschine verwendet, das Absäumen ist das Verarbeiten des Saumes, also des Randes an der Naht. Weiterhin trifft man oft auf Bezeichnungen wie Inlett, Stopfwatte oder ähnliche. Diese bezeichnen die Füllung. Wer kein Profi an der Nähmaschine ist, kann unverständliche Begriffe im Internet nachschlagen. Hobby-Näher hingegen, wissen sicherlich bereits was gemeint ist.

Weitere wichtige Zutaten:
Für das perfekte Sofakissen ist es wichtig, dass das richtige Arbeitsmaterial zur Verfügung steht. Wer mit der Hand näht, braucht dazu den richtigen Faden mit der passenden Nadel. Diese sollte nicht zu groß und dennoch stabil sein. Auch der Faden muss strapazierfähig sein da er die Naht hält. Um ein Sofakissen nähen zu können, kann es hilfreich sein einen Fingerhut zu verwenden. Hin und wieder muss die Nadel durch den doch festeren Möbelstoff stärker gestoßen werden. Dies ist dann der Fall, wenn es um das Vernähen des Fadens geht, oder mehrere Lagen Stoff zusammengenäht werden sollen.

Besonders wichtig ist aber der nachfolgende Punkt: Die Maße! Sie spielen eine große Rolle, damit das Kissen später tatsächlich auch perfekt wirken kann.

Hier sollte wie folgt gemessen werden:

Wer Füllwatte benutzt bleibt in der Wahl der Größe relativ frei. Die Maße können so genommen werden, wie das Kissen später tatsächlich groß sein soll. Beachten muss man hier aber, dass später noch Watte in den Bezug kommt. Somit müssen ein paar Zentimeter hinzugegeben werden. Wer ein Kissen in 40 auf 40 cm erhalten möchte, muss also etwa 43 cm auf 43 cm vom Stoff abmessen. Hinzu kommt noch die Nahtzugabe. Diese beträgt je nach Stichvariante und Wahl der Nähversion (von Hand oder per Maschine) zwischen 1 und 3 cm. Wer mit der Maschine ein Sofakissen nähen möchte, kann hier feiner arbeiten und benötigt meist weniger Zugabe.
Der Mittelwert von 2 cm ist für fast alle Stofftypen die ideale Wahl. Je nachdem wie dick das Kissen später gestopft werden soll, ergibt das für das vorliegende Beispiel also ein Maß von 45 cm auf 45 cm. Wer das Kissen gerne fülliger haben möchte, muss entsprechend mehr Zentimeter an den Seiten aufschlagen. Der Stoff wird dann zugeschnitten und für das Nähen vorbereitet. Damit die Kanten später wirklich auch mit der Nahtzugabe versehen sind, werden beide Stoffe mit der später nach Außen liegenden Seite aufeinander gelegt.

Es ist dabei wichtig darauf zu achten, dass alle Kanten genau aufeinander liegen. Nun wird der Stoff mit Stecknadeln festgesteckt. Beide Teile werden so verbunden. Anschließend wird mit einem Maßband oder Lineal die Nahtzugabe vom Rand aus nach Innen abgemessen und markiert. Schneiderkreide eignet sich hierfür besonders gut. Profis ziehen kleine Strichlinien rund um den Stoff an der Stelle, wo später die Naht sitzen wird. So bleibt vom Rand ca. 2 cm als Nahtzugabe übrig. Dies ist wichtig, damit die Naht später Spielraum hat und das Kissen nach dem Stopfen nicht wieder aufgeht.

Das perfekte Sofakissen: So gelingt es

Im Folgenden werden verschiedene Nähanleitungen für Sofakissen beschrieben. Dabei können Möbelstoffe hervorragend verwendet werden. Wer die Kissen gerne größer oder kleiner nähen möchte, braucht lediglich die Maße für sich zu korrigieren. Zu erst werden die Stoffe zugeschnitten. Hier sollte so vorgegangen werden wie oben beschrieben. Die Stoffzuschnitte werden dann mit der Nahtzugabe vorbereitet. Ist dies geschehen, kann das Sofakissen selber nähen beginnen!

Der Grundriss ist hier bei jedem Kissen gleich. Dabei gibt es nur den Unterschied, ob das Kissen rund, eckig oder herzförmig werden soll. Grundsätzlich werden für ein Sofakissen 2 gleiche Stoffteile benötigt. Diese müssen wie oben beschrieben zugeschnitten und vorbereitet werden. Jetzt wird auf der aufgezeichneten Markierung die Naht hergestellt.

Es gibt hier zwei wichtige Punkte, die zu beachten sind:

1. Die Naht muss gerade sein! Wer also von vorne herein die Markierung gerade setzt, hat es beim Nähen deutlich leichter.
2. Eine Stelle am Kissen offen lassen! Hier kommt die Füllung hinein. Das Kissen kann später dann nach dem Befüllen komplett zugenäht werden oder mit Knöpfen oder Reißverschluss versehen werden. Wer mit Stopfwatte arbeitet, braucht lediglich ein kleines Stück freilassen, wer mit einem kompletten Kisseninlett den Bezug füllen möchte, darf unten maximal 1-2 cm jeder Seite zunähen. Dies gilt ausschließlich für die letzte Seite, die genäht wird, alle anderen Seiten werden ganz normal anhand der Markierung zugenäht.

Danach wird das Kissen befüllt. Jetzt kann auch die offene Stelle zugenäht, oder mit einem entsprechenden Verschluss versehen werden.

Für den Schuss Extra: Details machen oftmals den Unterschied. Knöpfe oder Borten können ebenfalls ans Kissen angebracht werden. Dazu gibt es folgende Tipps, die mit auf den Weg gegeben werden können.

Die Borte: Sie kann einen schönen Effekt rund um das Kissen erzielen. Sie musst von Anfang an mit eingearbeitet werden, da ein nachträgliches Anbringen nur mit Mühe möglich ist. Daher geht man hier ganz einfach vor: Praktischerweise gibt es Borten, welche bereits auf Bändern aufgezogen sind. Ob Häkel oder Fäden, hier ist alles zu finden, was das Herz von Hobby-Designern und Kissen-Nähern höher schlagen lassen kann. Die Borte wird nun zwischen den beiden, zu vernähenden, Kanten der Zuschnitte gelegt. Wenn das Nähen beginnt, liegt also unten eine Stoffbahn, darüber die Borte und darüber die zweite Stoffbahn. Die Kante der Borte sollte bis zur Markierung geschoben werden denn hier wird genäht. Andernfalls rutscht die Borte ab und hält nicht. Sie kann auch etwas darüber also weiter nach oben geschoben werden. Alle drei Elemente werden mit Stecknadeln fixiert und festgenäht. Wer einen schönen Abschluss möchte, kann das Kissen, vor dem Stopfen mit einer Ziernaht auf der rechten, also der späteren Sichtseite vernähen. Hier wird ein gewünschter Abstand zur Naht nach unten abgenäht. Der Stoff wird hierzu einmal von Innen nach Außen gedreht und im Sichtbereich vernäht. Die Borte kann so zusätzlich mit einem speziellen Effekt versehen und darüber hinaus extra gesichert werden.

Kordeln mit Bommel oder Trotteln: Sicherlich kennt jeder diese eleganten Kissen mit Kordeln an den Ecken, an denen lustige Bommel baumeln. Ob nur Trotteln, die auch Bommel genannt werden, oder eine kleine Kordel dazu, bleibt wie immer dem eigenen Empfinden überlassen. Die gewünschte Optik erreicht man, indem man beim Nähen des Kissens an den Ecken die Kordeln einbringt. Damit diese schön liegen, müssen sie direkt in der Ecke eingenäht werden. Die übrigen Teile, die später im Inneren des Kissens liegen, werden an der Naht mit genäht, um die Kordel oder Bommel zu fixieren. Hierfür einfach die Kordeln an den Ecken fixieren und die Seiten nähen. An den Ecken angekommen wird die Kordel oder der Bommel rechts und links mit festgenäht. Bitte dabei auf folgendes achten: Viele nähen die Kordel an die falsche Seite! Die Kordel kommt aber zum Nähen IN den Stoff. Das heißt hier muss besonders vorsichtig gearbeitet werden. Das Prinzip ist ganz einfach: Die Kordel oder der Bommel werden in Richtung Innen, also vom Rand weg, an die Ecke auf den unteren Stoff gelegt. Und fixiert. Hier kann es ratsam sein, die Kordel bereits am unteren Stoff per Hand festzunähen. Anschließend kommt die 2. Stoffbahn darüber. Wie immer werden hier beide Sichtseiten aufeinander gelegt. Man nennt dies auch auf links arbeiten.

Begriffserklärung: Rechte und linke Stoffseite: Die rechte Stoffseite ist die, die man später sieht, die linke Stoffseite liegt im Inneren!

Nachdem die Seiten aufeinander liegen, werden alle drei Elemente (Kordel und Stoffe) vernäht. Vorsicht!

Damit die Kordel oder der Bommel beim Sofakissen selber nähen nicht aus versehen festgenäht werden kann dieser Schritt hilfreich sein. Sobald die Ecke erreicht ist, werden ein bis zwei Stiche von Hand vorgenommen. Die Kordel kommt dann anschließend auf die noch offene Seite des Kissens. Ist die Kordel fixiert, so wird sie auf die bereits vernähte Seite geschoben, sodass die nächste Seite genäht werden kann. Sehr wichtig ist bei dieser Variante, dass die Länge der Bommel beachtet wird. Hier muss präzise ausgemessen und gearbeitet werden. Dennoch gelingt es mit Ruhe und Achtsamkeit auch Anfängern, Kordeln und Bommel an ein Kissen anzubringen.

Schöner Blickfang Knöpfe oder Blumen

Handelt es sich um ein verspieltes Muster auf dem Kissen so können schöne Dekorationselemente wie Blumen, Schmetterlinge und Knöpfe sehr schön wirken. Bevor hier zu nähen begonnen wird, werden diese an der Vorderseite des Kissens angebracht. Obwohl sonst immer auf der linken Seite genäht wird, muss hier darauf geachtet werden, dass die Elemente tatsächlich auf der Sichtseite aufgenäht werden. Sie sind später sonst leider im Inneren des Kissens.

Ein Sofakissen selber zu nähen kann viel Freude bereiten. Vor allem die vielen kreativen Möglichkeiten und die herrlichen Möbelstoffe bieten so viel Inspirationen. Eine individuelle Dekoration ist so ein besonderes Highlight. Wer erst einmal sein eigenes Kissen fertig gebracht hat, wird garantiert wieder gerne selbst neue Modelle entwerfen. Sehr schön wirken die unterschiedlichen Kissen auf dem Sofa, aber auch auf Sesseln, Hockern oder im Kinderzimmer. Ein kleiner Geschenktipp noch zum Schluss: Schöne, selbst gefertigte Kissen können ein herrliches Geschenk darstellen. Ob für frisch gebackene Eltern ein liebevolles Kinderkissen gestaltet, ein elegantes und luxuriöses Kissen als kleine Geste oder für die erste Wohnung: dekorative und nützliche Kissen sind immer eine wunderbare Möglichkeit, um jemandem eine ganz persönliche Freude zu bereiten. Denn individueller geht es kaum. Hier steckt viel Idee, Kreativität und natürlich auch Fleiß dahinter. Ob funktional oder rein zur Dekoration, das Anfertigen von Kissen und Kissenbezügen kann sehr viel Freude bereiten. Für denjenigen der sie verwenden wird, und für denjenigen der sie näht.

Wir wünschen Ihnen für Ihre nächsten eigenen Kreationen: Viel Freude, beim Sofakissen selber nähen und viele kreative Ideen und lange Jahre Freude, an den zauberhaften Zier-, Deko- und Nutzkissen.


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