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Selbst und kreativ: Vorhänge nähen

19.02.2016 17:09 | Inspiration, Do it Yourself

Vorhänge gibt es viele, doch nicht jeder möchte welche von der Stange. Individuelle Längen, Größen und Designs können sehr reizvoll sein. Willst du auch Vorhänge nähen? Dann gibt es hier ein paar tolle Ideen und Anleitungen für dich, wie das Vorhänge nähen funktionieren kann.

Welcher Stoff darf es denn sein?

Beim Vorhänge nähen gibt es so viele Möglichkeiten. Neben dem gewählten Stoff und dem Muster ist erst einmal entscheidend: Welch Art Vorhang du nähen möchtest. Soll es ein Schlaufenschal oder lieber eine Schiebegardine werden? Hier kommen ein paar Anregungen, welche Varianten beim Vorhänge nähen auch für Anfänger machbar sind und in der Wohnung sehr dekorativ wirken können.

Bevor es los gehen kann, muss Maß genommen werden

Damit du Vorhänge nähen kannst, die zum Fenster passen musst du natürlich erst einmal ausmessen wie groß die Fläche ist, die später der Vorhang bedecken soll. Sehr wichtig ist es hierbei die richtige Länge zu wählen. Eine zu kurze Gardine wirkt nicht harmonisch. Ist der Vorhang jedoch viel zu lang, so stößt er auf dem Boden auf, was wiederum dazu führt, dass er schnell aufreiben kann und Staub fängt. Vor dem Vorhänge nähen ist also das richtige messen angesagt.

Messe dazu folgenderweise ab:

  • Nimm das Maß von der Stange bis zu der Höhe, wo der Vorhang später enden soll.
  • Plane den späteren Faltenwurf ein

Der Faltenwurf kann für jeden Geschmack anders sein. Wer große Falten möchte, muss zum Vorhänge nähen entsprechend viel Breite an Stoff einplanen. Kleinere Falten benötigen weniger Stoff. Wenn du den Stoff bereits zur Hand hast, kannst du diesen auch mit der Hand so raffen, wie er später hängen soll.

Wichtig beim Vorhänge nähen: Zusatz einplanen!

An den Seiten sowie oben und unten, wird ein Saum angebracht, damit der Stoff nicht ausfransen oder reißen kann. Du solltest daher zur gemessenen Länge noch zwischen 4 und 5 Zentimeter Zugabe aufschlagen. Schneide dann den Stoff entsprechend deiner Maße zu.

Vor dem Vorhänge nähen bitte bügeln

Den gewählten Stoff solltest du vor dem Nähen unbedingt bügeln. So lässt er sich gleich viel leichter beim Vorhänge nähen bearbeiten. Dies solltest du aber nur machen, wenn der Stoff auch gebügelt werden kann. Dennoch brauchst du jetzt dein Bügeleisen!

Schlage an allen Seiten einen Zentimeter Stoff um, und bügle diesen glatt. Dies wird später dein Saum werden. Achte dabei bitte auf die Einstellung an deinem Bügeleisen. Sie sollte dem Stoff entsprechend in der Hitze angepasst sein, damit der Stoff keinen Schaden nehmen kann.

Nach dem ersten Schritt folgt der zweite beim Vorhänge nähen

Lege nun erneut über diese gebügelte Kante einen Zentimeter Einschlag und bügele diesen ebenfalls glatt. Anschließend steckst du alles mit Stecknadeln fest. Dann kann es ans Nähen gehen.

Beim Vorhänge nähen sorgfältig vorgehen

Nähe nun mit der Nähmaschine über diesen Saum fest. Du kannst ihn sowohl vorne als auch hinten festnähen. Besonders wichtig ist, dass er an der Seite festgenäht wird, an der er nach Innen zum Stoff zeigt. Entferne die Stecknadeln und schlage dann den oberen Rand noch einmal um 2 Zentimeter um. Diese Kante wird ebenfalls gebügelt und festgesteckt.
Anschließend kannst du auch diesen Saum gründlich vernähen. Kontrolliere nun die Länge der Gardine. Es kann sein, dass du auch unten noch einmal 2 Zentimeter einschlagen, bügeln, feststecken und nähen musst.

Kräuselband anbringen

Ein Kräuselband benötigst du, wenn du die Vorhänge später mit Clips aufhängen möchtest. Dazu nähst du das Band einfach eng an der bereits gesäumten Kante oben am Stoff fest. Jetzt ist die Gardine bereits einsatzbereit.

Einen Schlaufenschal selber nähen

Der Schlaufenschal kann sehr dekorativ und elegant wirken, ohne den Raum zu beschweren. Er wird einfach mit den Schlaufen auf eine Vorhangstange gefädelt und bietet so tolle Möglichkeiten zur individuellen Dekoration. Hierfür einfach wieder pro gewünschtem Schlaufenschal die Maße abnehmen, umsäumen und schon kann der nächste Schritt zum Vorhänge nähen gestartet werden.

Die Schlaufen anfertigen:

Für die Schlaufen werden je Schlaufe Stoffstreifen mit den Maßen 12 cm auf 18 cm benötigt. Dabei ist die lange Seite die Höhe der Schlaufe. Es ist also wichtig, dass du, wenn du Vorhänge mit Motiven hast, hier darauf achtest, dass diese zum Vorhang entsprechend verlaufen.

Wie viele Schlaufen brauche ich beim Vorhänge nähen?

Wie viele der Schlaufen du benötigst ist abhängig davon, wie breit dein Vorhang sein wird. Die Schlaufen haben nach dem Nähen eine Breite von 5 cm und können im Abstand von 8 cm aufgenäht werden. Es ist also einfach zu berechnen, wie viele der Schlaufen du nähen musst. Nimm dazu einfach die Breite deines Vorhanges und teile diese durch 8.

Nimm die zugeschnittenen Schlaufenteile und und falte diese in der Mitte an der Längskante. Dabei sollte die Stoffseite, die später nach Außen zeigen wird, also den sichtbaren Teil ausmacht, nach innen gefaltet werden. → Das nennt man auch auf links nähen!

Nähe dann mit einer Nahtzugabe von 1 cm an der äußeren Kante. Bevor du die letzte Seite nähst, stülpst du die Schlaufen wieder um, sodass die äußere Seite wieder nach außen zeigt. Jetzt bügelst du alle Schlafen schön glatt und kannst zum nächsten Schritt übergehen.

Die Schlaufen an die Vorhänge nähen

Damit später die Naht der Schlaufen nicht sichtbar ist, nimmst du nun den Stoff des Vorhanges und legst diesen mit der linken Seite nach oben hin. Am oberen Ende, wo gleich die Schlaufen angebracht werden, klappst du jetzt einen 1,5 cm breiten Streifen in deine Richtung um und bügelst diesen glatt. Jetzt wird der Stoff umgedreht. Es liegt also die rechte Stoffseite oben. Nun klappst du, wie eben auch, einen ca. 8,5 cm breiten Steifen in deine Richtung um, und bügelst diesen ebenfalls glatt. (Keine Angst, durch deine angefertigten Schlaufen, behält der Vorhang seine Länge!)

Nun noch ein letztes Mal den Saum umklappen. Dazu nimmst du den Stoff so wie er jetzt vor dir liegt, klappst den gebügelten Teil bis zur Kante nach unten um. Jetzt zeigt wieder die rechte Seite zu dir und es ist im Inneren ein Hohlraum für die Schlaufen entstanden.

Nun faltest du zwei Schlaufen in der Mitte zusammen und legst jeweils eine rechts und eine links ganz außen an den Rand des Vorhanges und zwar in den jetzt entstandenen, verdeckten Saum ein. Fixiere diese mit einer Stecknadel und lege dann alle übrigen Schlaufen im 8 cm Abstand ebenfalls in den Saum ein. Zur Kontrolle miss kurz nach, ob alle Schlaufen gleich hoch aus dem Saum schauen und nähe dann alles an der oberen Kante des Saumes mit einer Zugabe von einem halben Zentimeter fest.

Jetzt musst du nur noch den Vorhang glatt auf den Boden legen und nachmessen, ob die Länge stimmt. Dazu misst du die Schlaufen natürlich mit. Muss der Vorhang noch gekürzt werden, kannst du dies am unteren Ende einfach tun, indem du die entsprechenden Zentimeter einklappst, feststeckst und festnähst. Schon kannst du Schlaufenschal Vorhänge nähen.

Schiebegardine mit Tunnel nähen

Das klingt aber schwer! Nein, ist es gar nicht, denn ist einen der einfachsten Varianten. Was du dazu brauchst:

  • Eine dünne Stange, in der Länge, wie dein Vorhang breit ist.
  • Ein Bügeleisen
  • Eine Nähmaschine
  • Stecknadeln 

Der Schiebevorhang wird einfach später mit dem entstandenen Tunnel auf eine Gardinenstange gezogen.

Als erstes brauchst du die Maße für den Vorhang. Bedenke hierbei, dass der Vorhang auf der gewünschten Höhe endet und dass er auf der Gardinenstange aufgezogen wird! Schiebevorhänge fallen gerade und nicht in Falten!

Nimm den Stoff, der als Schiebegardine verarbeitet werden soll und schneide ihn mit einer Nahtzugabe von 2 cm an der rechten und linken Seite zurecht. Oben und unten brauchst du genug Platz um die Tunnel nähen zu können. Nimm den Durchmesser der Beschwerungsstange für unten und den Durchmesser der Vorhangstange für oben. Gib nun das Doppelte als Zugabe obendrauf und schneide den Vorhang zurecht.

Im ersten Schritt klappst du die linke und rechte Seite nach innen. Hierbei nimmst du 1 cm Umschlag und schlägst diesen noch einmal 1 cm um. Der Umschlag befindet sich auf der inneren Seite des Vorhanges, nicht auf der sichtbaren. Stecke nun alles fest und bügle den so entstandenen Saum glatt. Nun kannst du diesen für deinen Vorhänge nähen.

Die Tunnel für Schiebevariante der Vorhänge nähen

Für den Tunnel legst du nun die Zentimeter, die du als Durchschnitt berechnet hast um. Dabei gehst du wie folgt vor:

Um Vorhänge nähen zu können, die auf eine Stange geschoben werden, benötigst du einen entsprechenden Tunnel. Nimm den Durchmesser in Zentimeter und lege ihn einmal am unteren und oberen Ende entsprechend um. Knicke dabei den Stoff auf die Innenseite. Anschließend bügelst du die Kante und legst erneut, in die gleiche Richtung, den Stoff um. Wieder bügeln und feststecken. Jetzt nähst du nahe an der oberen Kante deine Tunnel zu. An den Seiten muss oben offen bleiben. Damit die Beschwerungsstage nicht herausfällt kannst du eine Seite zunähen. Wenn du die Vorhänge aber gerne einmal waschen willst, musst du die untere Stange herausnehmen können. Daher kann es ratsam sein eine Seite offen zu lassen.

Kleiner Trick beim Vorhänge nähen: Falls du beide Seiten zu haben möchtest, nähe an der offenen Seite einen Klettverschluss innen ein. So kannst du hier die Öffnung verschließen und öffnen wie du möchtest. Den Klettverschluss musst du einnähen, bevor du die obere Kante zu nähst. Hierfür brauchst du einfach die eine Seite, die den Klettverschluss haben soll bearbeiten. Klappe die gebügelten Kanten auf und markiere dir die Stelle, an der der Klettverschluss innen sitzen soll. Schneide entsprechende Stücke zurecht und fixiere sie mit einer Stecknadel. Nun rundherum am Klettverschluss feststeppen. Du kannst dies auch von Hand erledigen. Anschließend die Kante oben vernähen und schon ist der Tunnel verschließbar.

Vorhänge nähen ist kein Hexenwerk und kann sogar viel Spaß machen. Auch Anfängern gelingt das Vorhänge nähen, und so können viele Räume ganz individuell ausgestattet werden.

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