Abkürzungen und Grundbegriffe von Stoffqualitäten

Unsere Übersicht für Sie – hinter welchen Kürzeln und Worten versteckt sich welche Art von Qualität der einzelnen Stoffe?

Herzlich willkommen in unserem übersichtlichen Bereich für die wichtigsten Abkürzungen und Grundbegriffe, die Ihnen bei Durchsicht unserem Onlineshop www.mibiento.de immer wieder begegnen werden. Sie stehen für unterschiedliche Qualitäten der Stoffe und werden Ihnen auf dieser Seite erklärt.
   

Unsere Kürzel für die verschiedenen Arten von Material

Auf MiBiento.de werden Sie immer wieder auf Abkürzungen und wiederkehrende Symbole stoßen. Besonders in unserem Stoffmusterversand finden Sie Kürzel unserer verschiedenen Textil-Rohstoffe, bei denen sich einem Leihen die jeweilige Bedeutung manchmal einfacher und manchmal etwas schwieriger erschließen lässt.

Damit Sie sich in unserem Shop gut zurechtfinden, möchten wir Ihnen die wichtigsten Kürzel hier nachfolgendkurz erklären, denn mit Hilfe dieser Kürzel erfahren Sie mehr über die Eigenschaften der von Ihnen favorisierten Stoffe.

 
AB = Manila (Abacá) HZ = Ziegenhaar RA = Ramie
ALG = Alginat JU = Jute SE = Seide
AR = Aramin KP = Kapok SI = Sisal
AS = Asbest LA = Gummi ST = Tussahseide
CA = Acetat LI = Leinen VI = Viscose
CC = Kokos MAC = Modacryl WA = Angora
CF = Kohlenstoff MTF = Metall WG = Vikunja
CLF = Polyvenylchlorid PA = Polyamid WK = Kamel
CLY = Lyocell PAN = Polyacryl WL = Lama
CMD = Modal PC = Polyacryl  WM = Mohair
CO = Baumwolle PE = Polyethylen WN = Kanin
CTA = Triacetat PES = Polyester WO = Wolle
CUP = Cupro PET = Polyester WP = Alpaka
CV = Viskose PI = Polyimid WS = Kaschmir
ED = Elastodien PL = Polyester WU = Guanako
EL = Elastan PLF = Treviera CS WV = Schurwolle
GF = Glas PP = Polypropylen WY = Yak
GU = Guanako PTFE = Fluoro (z.B. Gore-Tex)
HA = Hanf PU = Polyurethan
HR = Rinderhaar PVAL = Polyvinylalkohol
HS = Rosshaar PVC = Polyvinylchlorid

Die wichtigsten Begriffe

Finden Sie hier nachfolgend die elementaren Grundbegriffe im Zusammenhang mit unserem Stoff-Kürzeln und unseren unterschiedlichen Symbolen:
 

Die Knötchenbildung oder auch "Pillbildung" genannt

Das Wort "Pillbildung" ist im Bereich der Polsterstoffe ein Fachbegriff, der sich auf die Knötchenbildung auf den unterschiedlichen Polsterstoffen bezieht. Diese kleinen Knötchen oder auch „Pills“ genannt, gehören zu den alltäglichen Gebrauchsspuren, die nach einer gewissen Zeit der Nutzung eines Stoffes entstehen können. Sicherlich kennen Sie auch die kleinen Knotenbildungen an Ihrer Garderobe, wenn Sie diese mehrfach getragen und auch wieder gewaschen haben? Nicht anders verhält es sich mit den Stoffen auf Ihren Möbeln.

Kleine Knötchen, bzw. Pills, stehen lediglich für regelmäßige Nutzung, nicht aber für schlechte Qualität - sie sind einfach eine natürliche Erscheinung nach einer bestimmten Nutzungsdauer. Die Stärke dieser Knötchen richtet sich unter anderem auch nach der Art des Materials. Pills können auch nach erst kurzer Tragedauer auftreten, lassen sich aber leicht wieder durch sogenannte Fusselbürsten entfernen, ohne die Qualität oder auch die Langlebigkeit Ihrer Polsterstoffe zu mindern.
 

Gründe für Pills auf Ihrer Couch

Haben Sie sich schon einmal überlegt, welcher Belastung Ihre Polstermöbel Tag für Tag ausgesetzt sind? Immer wieder wird sich zwischendurch mal wieder auf die Couch gesetzt und wieder aufgestanden, kleine Kinder krabbeln über die Couch und auch das ein oder andere Haustier wie der Haustiger macht es sich auf dem Polsterstück gemütlich und hakelt gerne mal die Krallen in den Stoff. Grundsätzlich unterscheidet man deshalb bei den Pills auf der Couch zwischen den sogenannten Eigen- und Fremdknötchen.

Eigenpills entstehen, wenn nach einer gewissen Nutzungsdauer die Fasern des Polsterstoffes locker werden, sich lösen und dann an der Oberfläche zu kleinen Knötchen werden. Fremdpills dagegen entstehen durch alle Fremdfasern, Haare oder Fell Ihrer Haustiere – sprich: Fremdpills entstehen durch alle Fasern, die nicht original zu Ihrer Couch gehören und von Mensch oder Tier auf der Couch hinterlassen werden. Auch in diesen Fällen kommt es zu einer kleinen, sehr feinen Knötchenbildung, welche unter anderem durch Reibung dieser Fremdmaterialien auf Ihrer Couch entstehen. Natürlich können sowohl Eigen- als auch Fremdpills einfach wieder mit einer Fusselbürste entfernt werden. Geeignet ist auch das Abreiben des Couchpolsters mit einem feuchten Tuch, wie beispielsweise einem feuchten kleinen Gästehandtuch. Reiben Sie hiermit über die Oberfläche Ihrer Couch und die Pills werden sich lösen und verschwinden – im Nu sieht Ihre Couch wieder aus wie neu.

Wie kann man die Strapazierfähigkeit eines Polsterstoffes testen?

Allgemein kann man sagen, dass es jeden einzelnen Polsterstoff einmal treffen wird, da die sogenannte "Pillbildung" zu einem ganz normalen und natürlichen Vorgang bei den Polsterstoffen gehört - egal ob nach drei Monaten oder drei Jahren. Was die Vorhersehbarkeit dieser Bildung von kleinen Knötchen auf der Polsteroberfläche angeht, kann man anhand eines besonderen Messverfahrens versuchen, die Strapazierfähigkeit in Sachen Knötchenbildung zu prüfen.

Wie Sie Polsterstoffe auf Knötchenbildung testen können

Haben Sie schon einmal versucht, einen Ihrer heimischen Polsterstoffe auf die Bildung von Knötchen zu untersuchen? Dann wird es aber Zeit, denn schwierig ist es nicht! Um die Knötchenbildung zu testen, benötigen Sie eine Prüfmaschine mit dem Namen Martindale. Mit ihr strapaziert man das Polster mit etwa 1900 bis knapp 6000 Reibezyklen, wobei natürlich sichtbare Nutzungsspuren entstehen werden. Auf diese Weise bestimmen Sie die Empfindlichkeit des Stoffes in Bezug auf Knötchenbildung, denn durch die Gebrauchsspuren können Sie die ungefähre Pillbildung ablesen. Die Werte der Testergebnisse werden in eine Testreihen-Tabelle übertragen, die in verschiedene Abschnitte aufgeteilt ist. Innerhalb dieser Tabelle findet man folgende Bereiche:
 
  • Abschnitt 1 = sehr starke Pillbildung
  • Abschnitt 2 = starke Pillbildung
  • Abschnitt 3 = durchschnittliche Pillbildung
  • Abschnitt 4 = leichte Pillbildung
  • Abschnitt 5 = keine Pillbildung

Wie Sie Knötchenbildungen auf Ihren Stoffen wieder entfernen

Die Knötchenbildung auf Ihren Polsterstoffen ist nichts Schlimmes und sagt nichts über die Qualität Ihrer Stoffe aus, da sie in regelmäßigen Abständen immer wieder auftritt – ganz gleich, bei welcher Stoffqualität. Da verständlicherweise viele Menschen nicht unbedingt glücklich über die Pillbildung auf den heimischen Textilien sind, möchten wir Ihnen hier zeigen, wie Sie ganz einfach Abhilfe schaffen können.

Vielen Tierbesitzern ist sie bekannt und auf dem Haushalt nicht mehr wegzudenken: die Fusselrolle. Zwar ist die Fusselrolle sehr effektiv im Aufnehmen von unerwünschten Fasern auf der abzurollenden Oberfläche, allerdings empfiehlt sie sich nur dann, wenn Sie die Pillbilldung nur auf kleinen Flächen bekämpfen möchten. Für einen großflächigen Einsatz empfehlen wir Ihnen eher einen Fusselrasierer.

Ein Fusselrasierer funktioniert im Grunde genauso, wie man es von einem herkömmlichen Rasierer kennt bzw. erwartet: man fährt mit dem Rasierer über die Fläche mit den störenden Knötchen und schon verschwinden diese – ähnlich den Bartstoppeln am männlichen Kinn. Aber ein wenig Vorsicht ist geboten! Genau wie sich ein Mann an einem Rasierer schneiden kann, sollten Sie auch darauf achten, den Fusselrasierer nicht zu dicht auf der Stoffoberfläche anzusetzen und auf diese Weise Beschädigungen vorzubeugen. Wer mit dem Fusselrasierer ein wenig geübt ist, der wird hiermit garantiert auf schnelle Art und Weise sehr ordentliche Ergebnisse erzielen und die Pillbildung wird Sie somit nie wieder ernsthaft ärgern.

Machen Sie sich beim Kauf Ihrer neuen Polstermöbel oder anderer Polsterstoffe am besten immer schon vor der Anschaffung Gedanken über die optimale Pflege und Instandhaltung, hierzu gehören auch die Überlegungen, ob Sie später einmal regelmäßig zur Fusselrolle oder doch eher zum Fusselrasierer greifen möchten. Entscheidend hierfür ist auch die Überlegung, mit wie vielen Personen Sie das neue Mobiliar nach der Anschaffung nutzen werden. Je mehr Menschen im Haushalt oder als Gäste auf Ihren Polstern sitzen werden, desto widerstandsfähiger sollte auch das Material Ihrer Couch oder der neuen Stühle sein – so beugen Sie Pillbildung vor und können schon vorab einschätzen, wie pflegeintensiv das neue Stück später sein wird.

Beständigkeit der Polsterstoffe bei scheuernden Bewegungen

Wie zuvor beschrieben, gibt es eine bestimmte Methode um die Scheuerbeständigkeit von Polsterstoffen zu teste. Natürlich gehören zu den gefragtesten Tests die Prüfung der Widerstandsfähigkeit von Reibungen bei einer Couch. Die sogenannte Martindale-Prüfung zeigt hierbei zuverlässig, wie widerstandsfähig ein geprüfter Polsterstoff ist und wie viel Reibung er aushält, bis es unter der alltäglichen Nutzung zur Pillbildung kommt.

Wie läuft die Martindale-Methode ab?

Um wirklich zuverlässige Messergebnisse zu liefern, bedient man sich bei dem Martindale-Test eines besonderen Geräts zur Prüfung der Polsterstoffe: dem Martindale-Scheuerprüfgerät. Das Gerät erzeugt eine konstante Reibung auf dem Stoffmuster, das getestet werden soll. Diese ganze Prüfung hat letzten Endes das Ziel festzustellen, ab wann der geprüfte Polsterstoff erste deutliche Zeichen von Abnutzungen hervorbringt. Bereits bei den ersten sichtbaren Zeichen von Abrieb auf dem Polsterstoff wird der Test beendet und die sogenannte Schleißzahl wird gemessen, dies passiert mit den "Scheuertouren", die während des Tests am deutlichsten waren. Das Testergebnis hält man schlussendlich mit einem Martindale-Wert fest.

Man sagt, je höher dieser besondere Wert ist, desto robuster ist ein Stoff. Je niedriger die Martinale-Ziffer ausfällt, desto empfindlicher ist das Polster – so lässt sich anhand des Martindale-Wertes die Langlebigkeit eines Polsterstoffes im besten Fall schon vor dem Kauf ablesen. Grundsätzlich sollte man berücksichtigen, dass eine privat genutzte Couch immer anders genutzt und belastet wird, als es beispielsweise bei einer Couch in einem Hotelzimmer der Fall wäre, aus diesem Grund führt man den Martindale-Test immer mit unterschiedlichen Gewichten durch und leitet daraus gewisse Normbereiche für die zuvor genannten Schleißzahlen ab.

Die Martindale-Skala und ihre unterschiedlichen Bereiche für die Messungen

Grundsätzlich unterscheidet man bei den Verschleiß-Werten nach Martindale zwischen drei verschiedenen Messgruppen, die auch die Stärke der jeweiligen Polsterungen berücksichtigen. Die Skala reicht von weich bis mittelhart- bzw. mittelweich bis hin zu harten Polsterstoffen, so kommt man schlussendlich zu den nachfolgend aufgeführten Werten in Sachen Widerstand bei scheuernden Bewegungen:

Daraus ergeben sich folgende Standard-Angaben für die Scheuerbeständigkeit:
 
  • 10.000 – 15.000 Martindale Gebrauchswert für Privatpersonen
  • 25.000 – 35.000 Martindale Gebrauchswert für Büroräume
  • 30.000 – 40.000 Martindale Gebrauchswert für die Gastronomie
  • 200.000 – 500.000 Martindale Gebrauchswert Polizei- oder Rettungsdienstleidstände

Eine zusätzliche Differenzierung gibt es im Hinblick darauf, ob es sich um Sitzpolstermöbel, oder um Polstermöbel in Form von Schlafsofas etc. handelt. Sofas mit einer Schlaffunktion sollten noch beständiger und mit einem höheren Martindale Wert ausgestattet sein, als es bei Sitzpolstern der Fall ist. Die Begründung liegt auf der Hand: Sofas mit Schlaffunktion müssen über einen viel längeren Zeitraum am Stück Abrieb bei gleichmäßig verteiltem Gewicht auf der Polsterung aushalten. Aus diesem Grund ist es in diesem Bereich nichts Seltenes, dass die sogenannten Schleißzahlen sogar noch über den maximalen Belastungswerten von aus dem Gastronomie-Bereich liegen. Um die bestmögliche Qualität zu gewährleisten, arbeiten Textilhersteller nicht nur mit fachlich absolut qualifiziertem Personal, sondern sie leisten sich auch die besten Geräte für Ihren Betrieb.

Verständlicherweise kann man nicht bei allen Polsterungen einen gleichen Wert auf der Martindale-Skala sicherstellen, allerdings verhilft diese Skala den Kunden eines Polstergeschäfts zu einem wirklich sehr guten Überblick über die Scheuerfestigkeit des bevorzugten Produkts. Mit dem Martindale-Wert wissen Sie schon vor dem Kauf, was Sie in Sachen Abnutzung und Pflege nach dem Kauf erwarten wird.

Abrieb und Echtheit bei der Reibung

In diesem Punkt geht es letzten Endes darum, wie gut sich die Farbe Ihres Polsterstoffs nach regelmäßiger Reibung hält. Bei dem Test zur Echtheit der Reibung reibt man in trockener und in nasser Variante mit einem neutralen Stoff über den zu testenden Stoff. Hier unterscheidet man das entstehende Testergebnis anhand der Werte eins bis fünf, wobei eins für einen sehr hohen und fünf für einen sehr geringen Abrieb steht. Je höher der Wert, desto besser hält sich die Farbe auf dem geprüften Stoff. Allgemein lässt sich festhalten, dass der höchste Abrieb bei den dunklen Farben entsteht, während die hellen Farben sich insgesamt eher einer sehr hohen Farbechtheit erfreuen.

Die sogenannte "Lichtechtheit"

Mit der "Lichtechtheit" bezeichnet man einen Wert, der Auskunft über die Farbhaltbarkeit unter der Einstrahlung von Sonnenlicht gibt. Jeder kennt das Phänomen des Ausbleichens - um nichts anderes geht es hierbei. Um die Lichtechtheit von einem Polsterstoff zu testen, setzt man über einen gewissen Zeitraum den zu testenden Stoff ganz ungeschützt einer Lichteinstrahlung aus, während man ein Stück umliegenden Stoff gegen das Licht abdeckt. Bei diesem Testverfahren gibt es die Werte zwischen eins und acht, wobei eins eine sehr geringe Lichtechtheit aufweist und Stoffe mit dem Testergebnis acht auch bei sehr starker regelmäßiger Sonneneinstrahlung noch eine gute Figur im Farberhalt machen. Meist ist eine Kunstfaser etwas lichtbeständiger als eine Naturfaser. Stoffe mit der Lichtechtheit eins bleichen also schneller aus, während Stoffe mit der Lichtechtheit Nummer acht nur sehr schwer und nach langer Zeit mit dem Ausbleichen beginnen.

Rapport als Muster für die Oberfläche eines Stoffes

Als Rapport bezeichnet man gerne auch Stoffmuster, anhand derer man sich die Oberflächenbeschaffenheit der favorisierten Stoffe betrachten kann. Hierbei achtet man auf die Art der Verarbeitung, auf die Webart und auch darauf, wie sich die Oberfläche eines Stoffes sonst noch zusammensetzt. Dies schließt auch eine Färbung, Bedruckung oder Strickweise ein. Abschließend kann man sagen: ein Rapport ist das kleinste Einzelstück eines ganzen Musters, bzw. die kleinste Einheit eines Stoffes, bis sich das jeweilige Muster des gesamten Stoffmusters wiederholt.

Aufladung der Stoffe durch Elektrostatik

Eine elektrostatische Aufladung ist das, was viele Personen in Form von einem kleinen Schlag beim gegenseitigen Händereichen oder auch in Form von hochstehenden Haaren nach dem Überstreifen eines Pullovers kennen - in unserem Fall bezeichnet die elektrostatische Aufladung die Reibung, die zwischen den Möbelstoffen und der Kleidung der darauf sitzenden Personen entstehen kann. Ob es zu einer Aufladung kommt, hängt oftmals von verschiedenen Faktoren ab. Hierzu zählt beispielsweise eine niedrige Luftfeuchtigkeit eine Rolle, die die statische Aufladung bei Möbelstoffen begünstigt. Abhilfe gegen elektrostatische Aufladung können Sie durch eine Erhöhung der Luftfeuchtigkeit im Raum schaffen.
Einverstanden!

Diese Webseite verwendet Cookies, um bestimmte Funktionen zu ermöglichen und das Angebot zu verbessern. Indem Sie hier fortfahren, stimmen Sie der Nutzung von Cookies zu.
Mehr Informationen