Sessel beziehen

20.12.2017 10:22

Ein guter Sessel hält viele Jahre und erweist in der Regel einen guten Dienst. Doch kein Möbelstück bleibt von Abnutzung und Alterung verschont und so sehen die Stoffüberzüge oder das Leder nach einer gewissen Zeit einfach nicht mehr so gut aus. Zeit macht eben auch nicht vor Möbeln halt. Doch ein Grund den Sessel gleich wegzuwerfen ist das noch lange nicht. Ein Sessel kann von Grund auf erneuert werden. Im Folgenden wollen wir Ihnen daher zeigen, wie Sie ihrem treuen Sessel wieder zu neuem Glanz verhelfen können, ohne gleich Unmengen an Geld ausgeben zu müssen.

Was brauche ich für den Bezug?

Tatsächlich braucht es nicht viele Werkzeuge, um einen Sessel neu zu beziehen. Die wichtigsten Helfer sind dabei:

  • Schere
  • Hammer und Nägel
  • Tacker
  • Stoffkleber

Welcher Stoff eignet sich am besten?

Für den neuen Sessel braucht es natürlich auch den passenden Stoff. Hierfür wählt man am besten einen qualitativen Polsterstoff, den Sie beispielsweise in unserem Sortiment finden können. Die Auswahl an verschiedenen Mustern und Stoffen ist dabei sehr groß, sodass es schwer sein kann sich für einen Stoff zu entscheiden. In diesem Fall kann man sich an einigen Aspekten orientieren.

Farbe

Welche Farbe passt am besten zum Raumkonzept? Diese Frage sollte unbedingt gestellt werden, denn passt die Farbe nicht in den Raum, dann wird der Sessel zwar wie neu, sticht aber zu stark hervor. Oft wird dennoch eine neue Farbe gewünscht, damit der „neue“ Sessel nicht wieder wie der alte Sessel wirkt. Erkundigen Sie sich nach passenden Farbkombinationen oder arbeiten Sie nach ihrem Gefühl. Generell passen helle Farben in einen gut belichteten Raum, während dunkle Farben eher in ein rustikales, schweres Raumkonzept passen. Neben einfarbigen Stoffen gibt es auch eine Menge gemusterter Polsterstoffe, die ebenfalls in unserem MiBiento Sortiment zu finden sind.

Beschaffenheit des Stoffes

Neben der Farbe des Polsterstoffs ist auch die Oberflächenstruktur des Stoffes wichtig. Hier kommt es vor allem ganz darauf an, für welchen Stoff man sich entscheidet. Während Baumwoll-, Polyester- und generell Faserstoffe in verschiedenen Ausführungen erhältlich sind, ist Leder nur begrenzt variabel. Wer eher auf warme Oberflächen steht, dem können eher angeraute bis plüschige Faserstoffe ans Herz gelegt werden. Auch Veloursleder reiht sich sehr gut zu dieser Kategorie ein. Bei glatten, robusten und zähen Oberflächen ist Leder die beste Wahl, wobei auch hier Baumwollstoffe mit glatter Oberfläche eine Alternative sind. Hier gilt: Leder für rustikale Raumdesigns und Faserstoffe für Leichtigkeit und Einfachheit. Wie immer ist es aber letztlich eine reine Geschmackssache.

Vorgehensweise

Sind alle Materialien beisammen und das Werkzeug zur Hand, so kann es mit der eigentlichen Arbeit anfangen. Den Bezug eines Sessels kann man dabei sehr gut in unterschiedliche Abschnitte gliedern, um die Arbeit etwas zu vereinfachen und um nicht durcheinanderzukommen.

Schritt 1: Abmessen und Zurechtschneiden

Zunächst müssen die Flächen des Sessels vermessen werden. Das kann je nach Sessel einfacher oder komplizierter sein. Sitzfläche, Lehnen und Armablagen gilt es abzumessen. Rechnen Sie zusätzlichen Stoff dazu, damit Sie später keine Probleme beim befestigen des Stoffes haben. Lieber etwas mehr Stoff, als zu wenig. Sind die Maße auf Papier, so können Sie die Stoffbahnen zurechtschneiden, die Sie zuvor gekauft haben.

Schritt 2: Ansetzen und Befestigen des Stoffes

Fangen Sie bei diesem Schritt am besten mit der Lehne an. Bevor Sie etwas festtackern, sollten Sie überprüfen, ob der Stoff auch ausreicht und wie Sie ihn am besten auf die Lehne anbringen. Ist alles ausgelotet, so können Sie den Stoff auf der oberen Rückseite der Lehne festtackern. In weiteren Handgriffen wird der Stoff dann behutsam auch auf den anderen Seiten festgetackert. Achten Sie dabei immer darauf, dass der Stoff straffgezogen ist, um hässliche Falten zu vermeiden. Stoffüberschläge zu vermeiden können Sie den Stoff einschneiden und ineinanderlegen.

Nach der Lehne kommen die Sitzfläche und die Armablagen und sonstige Sesselflächen. Verfahren Sie hier genauso wie bei der Lehne. Statt des Tackers können Sie auch auf Hammer und Nägel zurückgreifen, die für etwas besseren Halt sorgen. Vor allem bei dicken und festen Stoffen ist der Nagel dem Tacker vorzuziehen, da der Tacker zu schwach ist, um beispielsweise durch Leder zu kommen.

Schritt 3: Berührungsflächen verkleben

Berühren sich Sesselflächen, wie die Sitzfläche und die Lehne, so können diese behutsam verklebt werden. Auch bei den Armlehnen können Sie so verfahren, wenn diese an der Sitz- oder Lehnenfläche anliegen. Nutzen Sie hierfür Stoffkleber. Die Berührungsflächen sollten nicht sichtbar verklebt werden, also so, dass ein kleiner Spalt dennoch zu sehen ist. Nach dem letzten Feinschliff ist der Sessel frisch bezogen und hält dann hoffentlich wieder einige Jahre durch.


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